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Torian - Thunder Times

Torian – Thunder Times


Tracklist:

  1. From Iceplains To Black Storms

  2. Headless Redeemers

  3. Flame Of Mourning

  4. Stormbringer

  5. Dragonfire

  6. Thunder Times

  7. Burning The Gates

  8. Icefall

  9. The Dark Side

  10. Eternal Dreamless Sleep


 

Anfang des Jahres las ich wie immer das monatliche Rock Hard und stieß dabei auf eine mir noch unbekannte (Oh Wunder!) Power Metal-Band. Die Gruppe trug den Namen 'Torian' und das Album war mit 8/10 Punkten bewertet worden. Das Album wurde also angeschafft.


 

Auf Anhieb würde ich die Musik der Torianer als eine Mischung aus Blind Guardian und Iced Earth bezeichnen, wobei Blind Guardian auf den Gesang und auf das Songwriting zutrifft und Iced Earth sehr stark auf das Gitarrenspiel, welches von zwei Gitarristen perfektioniert wird.


 

Das Album startet mit einem ruhigen, schönen und melodischen Intro, welches in dieser Art auf so vielen Power Metal-Alben enthalten ist.

Der Anfang von 'Headless Redeemers' beweist dann direkt die musikalische Versiertheit der Gitarrenspieler. Der Song beginnt mit einem Iced Earth-artigen Riff und entwickelt sich zu einem grandiosen Power Metal-Song. Schon hier fällt der professionelle, einzigartige und sowieso guter Gesang des Sängers Marc Hohlweck auf, der keinesfalls ein typisches Power Metal-Organ hat, sondern eine Stimme, die eher in der mittleren Tonlage angesiedelt ist, aber sehr variabel nach oben und unten steigen kann.


 

Es folgt das flotte, fast schon thrashige 'Flame of Mourning'. In diesem Song packt Marc die härtere Stimme aus, wodurch der Song an Bands wie Rage oder eben Iced Earth erinnert. Der Refrain fällt dann doch wieder Power Metal-Lastiger aus, sodass der Song eine sehr angenehme Mixtur ergibt. Ebenfalls erwähnenswert ist das schnelle Solo im Mittelteil.


 

Schlachtengeschrei und -lärm läuten den nächsten Song 'Stormbringer' ein. Man könnte erwarten, dass das ein typischer Power Metal-Song mit viel Speed und Pathos sei, aber dem ist nicht so. 'Stormbringer' ist ein Midtempo-Song mit einem hymnischen Refrain und einem mal wieder glänzenden Marc Hohlweck. Die Gitarrenfraktion zaubert ein Riff nach dem anderen aus ihren Instrumenten, wodurch der Song auch nicht die nötige Energie vermissen lässt.


 

Clean beginnen die Gitarren den nächsten Song 'Dragonfire'. Auch Marc singt ruhig und tiefer, aber nach einigen Sekunden bricht dann wieder der Metal hervor. Marc stößt einen schönen Schrei aus, welcher zeigt, dass er den Gesang sehr gut beherrscht und, wie in allen Songs, seine Tonlage sehr gut halten kann. In der Strophe ertönt eine Doublebass und schnelle Gitarren ergänzen den genialen Power Metal-Song, bei dem der Titel diesmal auch wirklich passt. Wie bei 'Flame of Mourning' gibt es einen hymnischen Refrain, diesmal jedoch mit höherem Tempo und Chorgesängen.


 

Das Titelstück 'Thunder Times' beginnt... -natürlich- mit einem Riff. Ein starker Rhytmus, knackige Gitarren und Marc bringt die beste Gesangsleistung auf dem ganzen Album. Im Mittelteil regieren kurz cleane Gitarren mit Akkorden, dann folgt jedoch das Solo, welches den Song zu einem Chor und abschließend dem Refrain führt.


 

Etwas melodischer und ruhiger ist der folgende Song 'Burning the Gates'. Es ist jedoch keine Schmacht-Ballade, sondern ein Power Metal-Song, der nicht so straight durchzieht, sondern sich eher zurückhält. Dennoch sind die Gitarren mit ihren Riffs vorhanden, was aus dem Song so etwas wie eine Halb-Ballade macht.


 

'Icefall' ist ein schneller Speed-Song , welcher jedoch nicht direkt auf Anhieb reinläuft. Nach mehrmaligem Hören offenbart sich jedoch der Power Metallische Aspekt des Stücks, das sich an solchen Bands wie Gamma Ray, Helloween,etc orientiert. Auch erwähnenswert ist der Refrain, der gut Hymne und Speed verbindet.


 

Fast schon progressiv kommt 'The Dark Side' daher, welches mit harten Gitarren beginnt, sich dann aber für den entspannten Gesang von Marc etwas herunterfährt. Das bleibt aber nicht so, nach einigen Sekunden wird wieder Fahrt aufgenommen, nur um im Refrain wieder langsamer zu werden. In der Mitte wieder ein kurzer, ruhiger Part mit einer Sprecheinlage.


 

'Eternal Dreamless Sleep'. Spielzeit: 12 Minuten und 34 Sekunden. Ein epischer Power Metal-Song, der mit so einer Länge nach Seinesgleichen sucht. In der Strophe sehr harter, thrashiger Gesang, die Bridge enthält einen Chorpart. Viel Doublebass beherrscht den Song, der chorus ist einfach unbeschreiblich: episch, fett, melodisch. Einfach alles, was ein großartiger Power Metal-Refrain besitzen muss. Dieser Song vereint einfach alle grandiosen Aspekte Torians, die sie mit jedem Song des Albums häppchenweise aufgetischt haben. Intelligente Strukturen, unterschiedliche Intensitäten, sofort ins Gehirn laufende Melodien, herausragende Gitarrenparts und natürlich den absolut genialen und variablen Gesang des Frontmanns Marc.


 

Mein Fazit: 'Thunder Times ist ein großartiges Power Metal-Album, welches teils an Iced Earth und teils an Blind Guardian erinnert, aber immer eingängig, melodisch, episch und nachvollziehbar bleibt.

Ich gebe diesem Album, dass sich jeder traditionsbewusste Metaller kaufen sollte,


 


 

14/15 Pkt.



Chris





Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Sonata, 04.01.2010 03:40:16:
Eins von den Alben, die ich nach 3 Songs wieder weglege, total belanglos...



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