PowerMetal4ever.de

Saidian - Evercircle

SAIDIAN - Evercircle

Stil: Melodic Metal
Label:  
Songanzahl: 10 Songs
Webseite:

http://saidian.de/

Wertung: 14/15
Reviewer: Steelbound



 

 

Saidian waren mir, möget ihr mich auslachen und ausbuhen, bis zum Release ihres aktuellen Albums 'Evercircle' im Jahre 2009 unbekannt. Aufmerksam geworden bin ich durch die guten Reviews zum Album, die, wie ich jetzt schon sagen kann, absolut berechtigt sind.

 

2004 gegründet, ließ die Band bereits ein Jahr später ihr Debüt-Album 'For Those Who Walk the Path Forlorn' auf die Metalschaft los. Im Eiltempo folgte 2006 'Phoenix', 2009 nun 'Evercircle'. Nach öfterem Hören der Alben kann ich schonmal eins sagen: Saidian bevorzugen mehr oder weniger bekleiidete Frauen auf den Album-Covern, ebenso scheint die Band auf gegrillten Truthahn zu stehen.

 

Wollen wir jedoch das Privatleben außer Acht lassen, kommen wir zur Musik. Saidian spielen Melodic Power Metal, das ist eindeutig. Eingängige Melodien, Keyboard-Sounds und ein in hohen Gefilden angesiedelter Sänger. Das gefällt mir jetzt schon.

 

Der Melodic Metal-Kracher 'Out of the Shadows' eröffnet das Album mit einer Keyboard-Melodie, die vom Klang her an Stratovarius erinnert. Schon hier deutet sich die Doublebass-Orgie an, die auch in den folgenden Songs nicht stoppen wird.

Sänger Markus 'Engel' Engelfried begeistert mich sehr – von tief bis hoch kriegt er wirklich alles hin. In den hohen (Schrei-)Momenten erinnert er stark an Tobias Sammet (Edguy), ebenso wie in der ruhigen Stimmlage. Dennoch setzt er sich von jedem Metal-Sänger ab, sodass am Ende ein extrem guter, talentierter und eigenständiger Sänger bei Saidian am Mikro steht und herumblödelt.

 

Der zweite Track trägt den Namen 'Tokyo' und ist ein Coversong einer ominösen Band, von denen ich noch nie etwas gehört habe und über die ich auch nichts weiß. So bleiben wir beim Song: Wie bei den meisten Songs des Albums gibt es viel Keyboard-Einsatz, in diesem Falle übernimmt es sogar den Part des Melodie-Trägers. Der Song brennt sich beim ersten Hören ins Ohr und verbreitet eine sehr gute Laune.

 

Eher verwundert bin ich über den Anfang von 'Solomon's Dance', ein sehr elektronisch klingendes Keyboard leitet den Song ein. Erinnert mich wieder an Stratovarius, nämlich an 'Maniac Dance'. Hey, der Name ist ja sogar ähnlich! Merke ich jetzt erst! Hm...naja, egal.

Nach dem Keyboard-Intro kommen rhythmische Gitarren zu der Melodie hinzu und Engel setzt ein. Der Gesang in der Strophe ist einfach nur als göttlich zu bezeichnen – wie auf dem ganzen Song. Der Refrain punktet durch seine eingängige Melodie, und den Background-Chor. Einfach großartig! In der zweiten Strophe erscheint dann die erste Stelle, wo jeder sagen muss, dass Engel nach Sammet klingt – Engel legt einen kurzen Solo-Part ein, ebenso wie in unzähligen Edguy-Songs, erstes Beispiel wäre 'Lavatory Love Machine'.

'Solomon's Dance' war der Song, der als erste 'Single' rausging, und hat diesen Platz auch verdient. Er besitzt die besten Melodien, den eingängigsten Refrain und Engel singt einfach unglaublich.

 

Wieder ein Keyboard-Intro! Oh, es ist eine Ballade. Dann nenne ich es Klavier-Intro.

Der Song heißt 'Once in My Dreams' und zählt zu einer der besten Balladen des Melodic Metals. Der Text ist einfach wunderschön und Sänger Markus singt extrem gefühlvoll.

Während in der ersten Strophe nur das Klavier und Engel zu hören sind, setzt in der zweiten Strophe, wie so typisch bei Balladen, das Drumming ein, langsam und ebenso gefühlsbetont wie beim Gesang.

Dann allerdings folgt eine etwas härtere Stelle, die dem Song einen glatten Schub verpasst und dieser grade mal doppelt so schnell weiterläuft. Dies ist aber nur ein kurzer Intermezzo, ein Solo ertönt, welches die Melodie wieder aufgreift und anschließend nahtlos in den sehr bombastischen Refrain übergeht. Ein Meisterwerk.

 

'Pale Moon Rider' startet mit ohne Gitarre, dafür mit Bass und futuristischen Keyboard-Klängen. Nach einigen Takten setzt die sehr Rhythmus-Orientierte Gitarre ein, die ein nettes Riff schmettert.

Die Strophe beginnt ruhig, dann gibt die Band wieder volle Kraft. Der Text ist recht kitschig gehalten, der Refrain wiederholt das Riff vom Anfang. ''Fight the King of Liars'', singen sie.

Damit ist der Song ein starker Melodic Power Metal-Song, an dem ich nichts schlechtes finden kann – wie am ganzen Album!

 

Auf 'Stroke of Genius' besitzt Engel zeitweise ein rollendes 'r', was mir sehr sympatisch ist. Auch der Song haut in die Sparte 'Edguy' und reizt die Klischee-Faktoren doch ziemlich stark aus. Aber das ist grade das, was ich an dieser Band liebe: Dieses absolute Ignorieren von Innovation. Das möchte ich jetzt wirklich nicht böse meinen, aber es ist offensichtlich. Aber, seien wir ehrlich, das mögen wir doch,

 

Das Highlight für mich ist 'Moonlight's Calling'. Der Song beginnt mit einem Klavier, Engel singt sehr ruhig. Dies deutet schon auf die Epik hin...welche dann mit einem langen, hohen Schrei eintritt. Ein Chor singt, alles ist von Keyboard unterlegt, welches dann auch noch die Melodie spielt – perfekt!

Mit 8 Minuten und 15 Sekunden lehnt sich der Song an Glanztaten von Bands wie Edguy oder Stratovarius an...Edguy sind aber der deutliche Haupteinfluss. Das erfreut mich sehr, waren Edguy früher doch eine geniale Power Metal-Band und heute nur noch eine Heavy Rock-Band, aber das Thema gehört hier jetzt nicht hin.

Der Refrain wartet mit viel Doublebass auf, das Keyboard intoniert weiterin die extrem fröhliche und melodische Melodie. Mit diesem Song haben Saidian alles übertroffen, was sie bisher geschrieben haben, einfach nur toll! Über die ganze Spielzeit wird nichts langweilig, was nur die wenigsten Bands beherrschen. Gratulation für diesen Epos!

 

Sehr rockig beginnt 'Sign in the Sky' mit schnellen und rhythmischen Drums und coolen Basseinlagen, wenn man das so nennen kann.

Doch leider ist der Song auch der schwächste auf dem Album. Die Strophe überzeugt nicht, nur der Refrain ist wie immer sehr eingängig gestaltet. Störend ist auch das irgendwie nervige Keyboard-Thema.

 

Also weiter: 'The Princess' ist wieder ein Highlight, ein sehr melodisches Gitarren-Lead leitet das Stück ein. Ganz typischer Power Metal in Tradition von Stratovarius, Edguy oder Helloween. Alles steigert sich zum sehr epischen Refrain, der wirklich sofort ins Ohr geht und dort auch verbleibt. Sicher nach 'Solomon's Dance' der eingängigste Song des Albums.

 

Als Bonus-Track hätte man 'Halos for Everyone' nehmen können, ganz im Stile von Edguy. Der Song erinnert mich fatal an 'New Age Messiah', der aber eindeutig in einem sehr ähnlichen Themenbereich angesiedelt ist.

Die Gitarrenmelodie ähnelt der von Edguy irgendwie auch....naja, solange der Song gut ist. Und das ist er! Ein genialer Melodic Metal-Song ohne Fehler, der gute Laune macht und vielleicht nicht einfallsreich oder innovativ ist, aber dafür göttlich. Reicht das?

 

 

Saidian. Diesen Namen sollte sich jeder Power Metal-Fan aufschreiben, tätowieren lassen, was weiß ich...diese Band ist einfach großartig! Mit 'Evercircle' hat diese Band sich selber übertroffen und ist ein mehr als wertiger Ersatz für leider nicht mehr vorhandene neue, gute Edguy-Alben.

Sänger Markus 'Engel' begeistert mich immer wieder aufs Neue, mit jedem gesungenen Wort.

Mit einem Kauf dieses Albums kann man einfach nichts falsch machen.

Vielleicht sehe ich es nur durch die Rosarote Power Metal-Brille, die ich beim Hören eines solchen Meisterwerkes nicht absetzen kann, aber ich finde es klasse. Auch wenn es nicht innovativ ist.

 

 


Nach oben






Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von yanti, 23.03.2012 09:34:26:
Marcel, de Rozz, s'est de9merde9 avec la technique dans des icnditoons difficiles pour assurer le Raismesfest. Un tout grand merci e0 lui. Longue vie aussi au nouveau Rozz. Pour un premier concert, je trouve que leur chanteur, Nico, n'e9tait pas mal du tout.

Kommentar von Sonata, 10.01.2010 03:54:07:
Ausgelutschter power metal, den man vor 20 jahren schon deutlich besser gehört hat. Kann bei mir leider gar nicht punkten...



Kommentar zu dieser Seite hinzufügen:
Dein Name:
Deine Nachricht: