PowerMetal4ever.de

Sabaton - The Art of War

SABATON - The Art of War

Stil: Power Metal
Label: Nuclear Blast Records
Songanzahl: 13 Songs
Dauer: 49:00
Webseite: www.sabaton.net
Wertung: 13/15
Reviewer: Steelbound | 2009




Nachdem die sechs Schweden von Sabaton auch ohne das aktuelle Werk 'The Art of War' ziemlich durchgestartet sind, was sicher nicht alleine von dem Spaßfaktor der Band kam, übertreffen sie ihre bisherigen Alben mit dem Neuen locker.
Zwar lieferten sie mit 'Attero Dominatus' und 'Primo Victoria' großartige Power Metal-Scheiben ab, aber 'The Art of War' toppt das locker.
Wie auch auf den vorherigen Platten dreht sich inhaltlich alles um Krieg und historische Ereignisse, vorzugsweise aus dem letzten Jahrhundert. Dieses Mal jedoch ist das Ganze noch etwas interessanter geworden, basiert das Album doch auf einem 2500 Jahre alten Buch eines chinesischen Feldherrn namens Sunzi, welches den Titel 'The art of War', die 'Kunst der Kriegsführung' trug.
Darin werden taktische Situationen im Krieg erklärt und wie sie zu benutzen sind. Die Schweden begeistern sich allerdings besonders dafür, da all diese Taktiken auch heute noch anwendbar sind.

Kommen wir jedoch zur Musik. Das Album bietet einen netten Mix aus True und Power Metal, wodurch die Band durchaus Konkurrenz zu den bekannten Hammerfall darstellen kann.
Die Scheibe beginnt mit dem kurzen, gesprochenen Intro 'Sun Tzu Says'.
Darauf folgt jedoch sofort das stampfende, mit starkem Keyboard unterlegte 'Ghost Division', welches jeden, ja wirklich JEDEN Metalfan, zu spontanem Headbangen hinreißen muss. Ein genialer Refrain und der fantastisch singende Joakim Broden, all das stellt einen perfekten Opener dar.
Auch 'The Art of War' ist ein Stampfer allererster Klasse, fette Gitarren, Keyboards und Drums dominieren und reißen den Hörer mitten in die Schlacht.
Der Refrain ist ein hervorragender Mitsing-Teil, welcher auf jedem Konzert sofort die Stimmung steigert.

Schnell, ganz schnell beginnt '40:1' (ausgesprochen 40 to 1). Diese Geschwindigkeit bleibt auch das gesamte Stück über bestehen, die Drums wummern in den Ohren und der Refrain hängt sich mit dem Chor sofort im Ohr fest. Granate!
Im direkten Gegenteil dazu steht der sehr langsame Song 'Unbreakable'. Zäh stampfend fängt er an, im Mittelteil jedoch wird das Tempo scharf erhöht, wodurch sich der Song zu einem fabelhaften und ausgeklügeltem Kracher entiwckelt.
Ein kurzer Zwischenteil ist 'Nature of Warfare'. Wie schon im Intro spricht eine Frau und zitiert Passagen aus dem Buch von Sunzi.
Instrumental ist das Ganze auch unterlegt und endet in... dem besten Song auf dem ganzen Album, 'Cliffs of Gallipoli'.
Ein Klavier dominiert in der Strophe, Broden singt sehr gefühlvoll.
Doch der Song ist keine Ballade, sondern ein perfekter Mid-Tempo-Power-Metal-Song, welcher jedoch stark nach Savatage klingt (Gutter Ballet...).
Dennoch muss jeder Power Metal-Fan diesen Song gehört haben, denn er stellt mit seiner Kombination aus Melodie und Härte einen grandiosen Heavy-Power-True Metal-Song dar.
Ebenfalls ein Song, der sofort zum Kopfschütteln animiert, ist 'Talvisota'.
Der Song beginnt schnell, bleibt schnell und jagt den Hörer mit Doublebass-Salven vor sich her. Ein geshouteter Refrain, und der Feind ist gefangen. Toll!
Mit dem Rollen von Panzern fängt 'Panzerkampf' an, dann ein eingängiger Rythmus, welcher in der mit atmosphärischem Keyboard unterlegten Strophe mündet.
Und genau dieser Rhythmus ist es, was den Song so gut macht und wieder einen tollen Stampfer ausmacht; man könnte es fast schon als Marschrhythmus bezeichnen, welcher auch klasse im Refrain kommt.
'Union (Slopes of St.Bendikt)' beginnt mit ruhigen Riffs und einem gesprochenen Intro. Dann steigert sich der Song in einen epischen, eingängigen True Metal-Song, welcher teils sogar an Manowar erinnert.
Dann kommt nochmal ein absoluter Kracher, welcher auf gleichem Niveau wie 'Cliffs of Gallipoli' steht und fast an die großen Hymnen der Bekannten wie Manowar oder Hammerfall herankommt.
Auch hier herrscht wieder ein Mid-Tempo-Rhythmus. Die Gitarren spielen eingängige Stakkato-Riffs, der Refrain ist vortrefflich gelungen.
Auch hier: Bald schon Klassiker!
Am Ende gibts voll auf die Zwölf! 'Firestorm' ist ein schneller Power Metaller mit starken Thrash-Anleihen, so etwas hat man von Sabaton noch nie gehört! Dennoch bleibt der Song einwandfrei und eingängig, im Refrain herrscht eine dicke Doublebass. Außergewöhnlich, aber toll.
Als Outro dient dann wieder ein gesprochener Teil.
Mit 'The Art of War' liefern Sabaton ein grandioses True-Power-Metal-Feuerwerk ab, welches auf Platte und live perfekt rüberkommt und Fans von Manowar, Hammerfall und sonstigen Bands dieser Art ansprechen sollte.
Ein perfektes Album? Nicht ganz...es fehlt der typische Sabaton-Partykracher, welcher auf den letzten beiden Alben in Form von 'Metal Machine' und 'Metal Crüe' vertreten war. Das ist schade, das Album ist dennoch genial.


Nach oben






Kommentar zu dieser Seite hinzufügen:
Dein Name:
Deine Nachricht: