Primal Fear - 16.6
PRIMAL FEAR - 16.6 (Before the Devil Knows You're Dead)
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Wenn man in einer Diskussion über Metal Primal Fear erwähnt, dann bekommt man meistens ein warmes lächeln und den Kommentar, das die Band nur eine Priest Kopie sind. Damit tut man der Band Unrecht. Primal Fear wurden im Jahr 1997 von Ralf Scheepers (Ex-Gamma Ray, Ex-Tyran Pace) und Mat Sinner (Sinner, Goddess Shiva, Vodoo Circle, Ex-Cans) gegründet, nachdem seine Bewerbung als neuer Priest Sänger scheiterte. Aktiv ist Scheepers aber schon seit den frühen 80ern. Erst in der Band Tyran Pace, dann in Gamma Ray. Letztere Band verließ er im Jahr 1994 weil er sich für den gerade freigewordenen Posten des Judas Priest Sängers bewerben wollte. Dafür gründete er unter anderem die Cover Band „Just Priest“. Nachdem ihm aber nach einer eigentlichen Zusage und Einladung zu einem Vorstellungsgespräch dann doch abgesagt wurde, gründete er Primal Fear.
Und wie erwähnt muss er sich seitdem die Vorwürfe anhören, in einer Priest-Klon Band zu spielen. Und irgendwie haben die Kritiker ja auch schon recht. Ralf Scheepers Stimme und sein Auftreten erinnern SEHR and Rob Halford und auch die ersten paar Alben der Band haben sich wie Painkiller-Era Priest Platten angehört. Bis 2005. In dem Jahr brachten Primal Fear das Album „Seven Seals“ raus. An Ralfs Gesang änderte sich nicht viel, doch der Song ging deutlich mehr in Richtung Power Metal und in Richtung Gamma Ray 1989-1993. Dann kam „New Religion“, das wohl mit abstand schlechteste Primal Fear Album. Der Sound bewegte sich jetzt mehr in Richtung Pop und die Songs waren bis auf ein paar Ausnahmen (Face The Emtiness, World On Fire, Blood On your Hands, The Man (That I Don’t Know)) schwach. Nun kam im Mai diesen Jahres das Album „16.6“ raus. Und im Vorgeld wurde viel geschwärmt. Das Album sei Back to the Roots und höre sich wie „Nuclear Fire“ an. Ist das wirklich so? Nicht ganz.
Das Album beginnt mit dem Intro „Before The Devil Knows You’re Dead“ was ich irgendwie überflüssig finde. Dann geht es los mit ''Riding the Eagle''. Mir wurde gesagt, das dieser Song aus dem „Nuclear Fire“ Album sein könnte. Nicht wirklich. Es ist eine Flotte Double-Bass Hymne aber irgendwie Fehlen mir die Eier die ähnliche Hymnen wie „Lightyears from Home“, „Nuclear Fire“ oder „Black Sun“ zu was besonderem gemacht haben. Der Song ist gut aber mehr auch nicht. Weiter geht es mit dem Stampfer „Six Times Dead (16.6)“. Wer es bis jetzt nicht verstanden hat: Das 16.6 steht für den 16ten und für den 6ten Buchstaben das Alphabetes. Also für P und F. Was die Abkürzung für Primal Fear ist. Wow. Aber wieder zum Song. Es ist ein Mid-Tempo Stampfer mit einfallslosem Riff aber langweiligen Refrain. Langweilig. Weiter. Der Nächste Song ist die Power-Ballade „Black Rain“. Und diese gefällt mir wirklich gut. Im Text geht es um einen oder mehrere Soldaten die durch „Friendly Fire“, also aus Versehen von den eigenen Männern erschossen wurden. Der Refrain ist genial, nur das Gitarrensolo hätte besser sein können.
„Under the Rader“ schlägt in die selbe Kerbe wie „Riding the Eagle“. Obwohl mir dieser Song hier etwas besser gefällt als ersterer. Ich hätte ganz ehrlich diesen Song als Opener genommen. „5.0/Torn“ beginnt mit einem interessanten Gitarren-Intro und entwickelt sich zu einem düsteren Mid-Tempo Song. Der erste richtig gute Song auf dem Album. Die Gitarrenarbeit ist genial, Ralfs Stimme ist besser den je und der Refrain lädt gerade zu zum Mitsingen ein. „Soar“ ist dann wieder etwas moderner und hätte auch vom „New Religion“ Album kommen könne. Songs wie diese erwarte ich eigentlich von Bands wie Disturbed, aber nicht von Primal Fear. Aber irgendwie mag ich den Song. Ich weiß auch nicht wieso.
„Killbound“ ist ein Song der mich irgendwie an „Battilions of Hate“ erinnert, aber an diesen Song nicht rankommt. Der Text ist cool, der Riff langweilig und der Refrain...Bah...“No Smoke Without Fire“ ist eine weitere Power-Ballade. Nicht ganz so gut wie Black Rain aber trotzdem einer der besseren Songs. Sehr atmosphärisch. Mit „Night after Night“ kommen wir den alten Tagen schon wieder etwas näher. Dieser flotte Song hätte wirklich auch so auf der Nuclear Fire Platte draufsein können. Ein bombastischer Hymnen-Refrain hätte dem Song gut getan, aber nichts des do Trotz ist der Song gut. Mit „Smith and Wesson“ geht es auch gut weiter. Das Intro ist nicht wirklich atemberaubend aber dafür legt der Song im Refrain und in den Strophen noch mal ne Schaufel drauf.
„The Exorcist” ist wohl der beste Song auf dem Album. Schnelles Double-Bass Drumming, brutaler Riff, ein Ralf Scheepers wieder so derb sing wie früher. Davon will ich mehr! So hätten „Under the Radar“ und „Riding the Eagle“ sein müssen! Das Album endet mit „Hands of Time“, einem langsamen, poppigen Song bei dem Mat Sinner, Henny Wolter, Ralf Scheepers und Magnus Karlsson singen. Der Song ist ganz Nett aber ich Frage mich wie er es aufs Album geschafft hat. Das ist eigentlich der typische Bonus Song. Bei der Digipack Version sind noch 2 Bonus-Tracks vorhanden, die ich euch natürlich nicht vorenthalten will. Der erste ist „Cry Havoc“. Wieso ist das ein verdammter Bonus Track und „Hands of Time“ ist auf dem Album? Ein genialer Song der einen Platz auf der Main-Tracklist alle mal mehr verdient hat. Das selbe gilt für „Scream“. Was hat die Jungs geritten als sie diesen Song zum Bonus-Track machten? Auch einer der besseren Songs.
Alles in allem hört sich mein Review eher Negativ an. Ist das Album die erhoffte „Back to the Roots“ Scheibe? Nein. Ist sie genau so schlecht wie „New Religion“? Nein. Ist sie ein Schritt in die richtige Richtung? Auf jeden Fall.
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