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Mob Rules - Savage Land

MOB RULES - Savage Land

Stil: Melodic Metal
Label: Eigenproduktion
Songanzahl: 6 Songs
Webseite:

http://mobrules.de/

Wertung: 12/15
Reviewer: Steelbound



 

 

 

Es gibt immer ein erstes Mal, das haben sich wahrscheinlich auch die inzwischen bekannten Melodic Metaller von Mob Rules gedacht, als sie sich an die Aufnahmen ihres ersten Longplayers wagten, der den Titel 'Savage Land' tragen sollte. In den letzten Jahren hat die Band mit Alben wie 'Ethnolution A.D.' oder 'Hollowed be thy Name' nur geglänzt, wie war es denn in ihren Anfangstagen?

Ich muss sagen, auch da waren sie beileibe nicht schlecht, hatten aber scheinbar noch nicht ganz ihren Stil gefunden. Das Album ist ein Mix aus Hard Rock und Melodic Metal, aber bereits dort hörte man eindeutig das Potenzial der Band, besonders Sänger Klaus war schon damals ein sehr guter Sänger, wie man ihn heute kennt.

Auch im Inhaltlichen begannen Mob Rules mit ernsten Themen, auf 'Savage Land' ging es um den Kampf um die letzten Ressourcen unseres Planeten, was an diverse andere Endzeit-Geschichten erinnert. Dieses Mal jedoch ernst vertont und nicht ohne Anregung zum nachdenken.

 

Ein 26 Sekunden kurzes, überflüssiges Intro , da fast ohne Ton, leitet das Album und den Song 'Insurgeria' ein. Dieser ist ein schneller Song, der eher in Richtung Melodic Metal tendiert, aber dessen Riffs an Hard Rock erinnern. Der Song ist eingängig, aber nichts besonderes.

 

Aber danach folgt etwas besonderes, nämlich DER Mob Rules-Song, den sie so gut wie auf jedem Konzert spielen: Der 'Rain Song'.

Ebenfalls ein schneller Melodic-Song, welcher mit einem großartigen, melodischen Refrain und mit guten Gitarrenmelodien punkten kann. Einer meiner Favoriten auf dem Album!

 

Das Tempo wird bei 'Hold back the Light' gesenkt, der Song ist etwas getragener, aber nicht weniger gut als die beiden Vorgänger. Auch hier ist der Refrain sehr eingängig, aber auf Anhieb kann der Song nicht überzeugen.

 

Mit einem folkigen Intro beginnt 'Secret Signs', wleches gleich beim ersten Hören ein Ohwurm ist. Klaus zeigt zum ersten Mal, wie hoch er mit der Stimme klettern kann und auch das Solo ist perfekt gespielt.

 

Wieder ein schneller Song folgt mit 'Strangers in Time', dem ersten Teil der Savage Land-Trilogie. Der Drummer gibt einen treibenden und groovenden Takt vor, Klaus gibt alles und in diesem Song fällt auch die gute Arbeit des Bassisten auf. Sehr gut!

 

Viele Zwischenspiele dienen einfach nur als Füller eines Albums, dies ist bei 'Pianista' aber nicht so. Eine gute Klaviermelodie wird gespielt, Klaus singt ruhig, wodurch eine sehr ernste Atmosphäre entsteht. Der Song leitet über in das Meat Loaf-artig beginnende 'No Reason Why', welches den Abschluss der Trilogie darstellt. Sobald Klaus singt, hört man sein grandioses Talent heraus, die Gitarristen zaubern ein tolles Riff nach dem Anderen aus ihren Instrumenten. Der ganze Song ist mit leichten Keyboards unterlegt, was dem Song viel Stimmung verleiht. Am Ende wird noch einmal alles gegeben, der Drummer schaltet den Doublebass-Modus ein und der Song wird immer leiser...

 

Es folgt 'Coast to Coast'. Cleane Gitarren leiten den Song ein, dann setzen die Drums und die zweite Gitarre ein. Insgesamt ist das Stück sehr ruhig, Klaus singt nicht allzu hoch, die Verzerrungen werden nicht viel benutzt, der Drummer hält sich zurück. Dennoch ist der Refrain wieder ein Hit. Durch den Wechsel aus cleanen und verzerrten Gitarren entsteht eine schöne Atmosphäre, 'Coast to Coast' ist ein Song, den man sich öfters anhören sollte.

 

Jetzt aber als typischen Power Metal-Song würde ich 'Blaze of first Warning' bezeichnen. Ein sehr schnelles Riff am Anfang, rockige Riffs in der Strophe und in der Bridge fast schon Growls von Klaus. Und wieder geht der Refrain bei der ersten Warnung, nein, beim ersten Hören ins Ohr.

 

Ein einfaches Intro, welches von einer tappenden Gitarre dominiert wird, leitet 'Pray for Sunlight' ein. Dieser Song ist mit seinen rockigen Riffs und dem extremen Groove eher dem Hard Rock-Genre zuzuordnen, ist aber dennoch hörenswert.

 

Eine weitere Up-Tempo-Hymne folgt mit 'Down in Nowhere Land'. Dieses Stück jedoch ist eher durchschnittlich, besitzt aber interessanter Weise...ein Keyboard-Solo. Auch Klaus singt gut, dennoch will der Funken nicht überspringen.

 

Fast ist das Album vorbei. Es fehlt nur noch....

 

Das 8 Minuten und 30 Sekunden lange 'End of All Days'. Und nein, es ist keineswegs ein epischer Power Metal-Song, es ist eine Ballade! Und zwar eine der besten, die ich je gehört habe. Der Song ist mit einem atmosphärischen Keyboard unterlegt und im 3/4-Takt geschrieben, was ihm eine gewisse Epik, aber auch Ernstheit gibt. Die Gesangsleistung ist einfach unbeschreiblich, Klaus singt wie nie zuvor auf dem Album und der Refrain ist getragen, eingängig und einfach nur schön. Auch wenn der Song 8 Minuten lang ist, ist keine Sekunde davon vergeudet oder gar langweilig, dieser Song ist ein Meisterwerk!

 

Mit diesem Album haben Mob Rules ein Debüt-Album abgelegt, das es in sich hat. Obwohl sie noch nicht komplett ihren Weg gefunden hatten, gefällt mir die Mischung aus Hard Rock und Melodic Metal sehr gut. Und Mob Rules beweisen, dass sie zu keinem Zetpunkt ihrer Bandgeschichte eine schlechte Band waren, sondern immer Kompositionen auf höchstem Niveau abgeliefert haben.

 

 

 


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Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Noelia, 23.03.2012 09:49:29:
We've airrevd at the end of the line and I have what I need!



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