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Masterplan - Aeronautics

MASTERPLAN - Aeronautics

Stil: Melodic Metal
Label: AFM Records
Songanzahl: 15 Songs
Webseite:

http://www.master-plan.net/

Wertung: 10/15
Reviewer: Ulli



 

 

Wie im ersten Masterplan Review schon erwähnt, gab es ein riesigen Hype um das Debütalbum. Und wie schon geschrieben wurde das Album dem Hype gerecht. Die Kritiker priesen das Album. Machne bezeichneten es als Genreklassiker. Und im Jahr 2004 heimste die Band sogar den „European Border Award“ der Europäischen Kommission ein. Im selben Jahr begannen die Aufnahmen für das zweite Album. Aber diesmal änderten sich einige Dinge. Wurde das Debütalbum noch mehr oder weniger im Alleingang von Kusch und Grapow geschrieben, war nun die ganze Band beteiligt. Das sollte sich später noch als Problem herausstellen. Auch wurde das Album auf Wunsch von  Jorn Lande etwas melodischer. Jan S. Eckert und Alex Mackenrott gaben hier ihr eigentliches Debüt, da das erste Album komplett von Roland Grapow mit Hilfe von Janen Wirman und Jürgen Attig aufgenomen wurde. Nur für den Gesang hatte man sich später noch Jorn geholt. Produziert wurde das Album wie schon der Vorgänger auch von Andy Sneap und Roland Grapow. Gemixt und gemastert wurde es von Miko Karmila und Mikka Jussila im Finnvox Studio. Das Album erschien im Frühjahr 2005. Kann das Album mit dem Genialen Debüt mithalten? 

 

Es beginnt mit de flotten Opener „Crimson Rider, einem epischen Up-Tempo Song. Die Geigen die hier zum Einsatz kommen machen den Song noch mal etwas epischer. Ein sehr treibender Song. Und zum Gesang von Jorn Lande muss ich ja wohl nichts mehr sagen. Er brüllt zwar hier nicht so wie auf dem Debüt, aber sie ist trotzdem nicht weniger kraftvoll. 

 

Weiter geht es mit Back For My Life, die Single dieses Albums. Es ist ein langsamer Mit-Tempo Rocker der mit einer Keyboardmelodie beginnt, die mich ein bisschen an X-Files erinnert. Es ist ein sehr eingängiger Song, super fürs Radio geeignet. Aber wie schon erwähnt ist das ja nichts schlechtes. Ein sehr emotionaler Song und Jorns Gesang ist besonders hier eine Meisterleistung. 

 

Wounds ist ein sehr melodischer Song irgendwo zwischen Mid und Up-Termpo der teilweise and alte Helloween Zeiten erinnert. Wie Watching the World vom Nachfolger ist der Song flott aber gleichzeitig eher sanft. Aber irgendwie will der Funke hier nicht so ganz überspringen. 

 

I’m not Afraid beginnt mit einer epischen Keyboard Melodie und Gitarren Riffs bevor es sich dann in eine Mischung aus Mid-Tempo Rocker und Ballade verwandelt. Schade eigentlich. Ich hätte auf ein schnelles Double-Bass Monster gehofft. Uli Kusch leistet hier eine Super Arbeit an den Drums. 

 

Headbangers Ballroom geht mehr in die richtung Hard Rock und hätte mit ein paar kleinen Änderungen auch auf einem von Jorns solo Album drauf sein können. Der Song hat ein paar interessante und surreal wirkende Keyboard Themen und stampfende Gitarren. Währen der Bridge und dem Chorus vermitteln einem die Keyboards fast den Eindruck das man sich auf einem echten Ball im 19ten Jahrhundert befindet, wobei die Gitarren dem ganzen einen netten Twist verleihen. 

 

After this War kommt manchen Iron Savior Fans vielleicht bekannt vor. Das liegt daran, das diese Ballade nicht anderes als ein Rearrangement des Album Closers „After the War“ vom „Dark Assault“ Album ist. Da haben Jan S. Eckert und Piet Sielck im Duett gesungen. Diese Version hat das Intro nicht, ist etwas gekürzt, hat abgeänderte Lyrics und die E-Gitarren wurden größtenteils durch akustische Gitarren ersetzt. Ich muss sagen das mir trotz Jorns Stimme das Original besser gefällt. 

 

Into the Arena ist ein schneller Song mit genialer Gitarrenarbeit, einer Super Gesangsleistung und genialer Drumarbeit von Uli Kusch. Mein persönlicher Lieblingssong. Er geht sofort ins Ohr und bleibt dort auf für eine Weile. Den Schrei den Jorn am Schluss loslässt geht einem richtig unter die Haut. 

 

Dark from the Dying ist ein Mid-Tempo Song mit einer dramatischen Atmosphäre und interessanten Gitarrenriff. Falling Sparrow ist ein Song der in sie selbe Kerbe wie Crimso Rider schlägt, aber nicht ganz so viel Tempo hat mit einem Hymnenrefrain. Ich benutze dieses Wort ziemlich oft, aber Grapow und Kusch können die Dinger auch super schreiben. 

 

Aber diese beiden Song werden vom dem 10 Minuten Epos „Black in the Burn“, welches mit einem Klavier Intro von Alex Mackenrott beginnt. Es ist ein eher progressiver Song mit vielen Tempowechseln und einem Hymnenrefrain (wenn ich 1 Euro kriegen würde für jeden Satz in dem ich das erwähne) und Jorns bester Leistung vom ganzen Album. Die komplette Band beweist hier das sie an ihren Instrumenten alles andere als Anfänger sind und Uli Kusch zeigt hier, warum er mein Lieblingsdrummer ist. Ein sehr gelungener Abschluss des Regulären Albums. 

 

Aber wir haben ja noch 5 weitere Bonus Tracks. Treasure World ist ein Mid-Tempo Song mit interessantem Refrain. Hopes and Dreams ist eine gut 2 Minuten lange, emotionale Ballade, die etwas zu kurz ist. Wem die Melodie bekannt vorkommt: Im ersten Beautiful Sin Album (einer der Bands, die Uli Kusch schon vor seinem rausschmiss von Masterplan als Projekt gegründet hat) war eine längere, instrumentale Version des Songs mit dem Namen The Beautiful Sin. Love is a Rock ist ein genialer Song von dem es mich echt wundert das er ein Bonus ist. So muss auch die Band gedacht haben, denn auf der Tour wurde dieser Song gespielt. Er beginnt mit einem atmosphärischen Keyboard Intro und geht dann in ein Gitarrensolo von Roland Grapow über bevor die erste Strophe beginnt, die sehr treibend und dramatisch ist. Der Refrain ist auch super. Killing in Time beginnt wieder sehr sachte, wird dann aber zum treibenden Mid-Tempo Song, der ansonsten aber nicht weiter erwähnenswert ist. Das selbe gilt für die Instrumentalversion. 

 

Was kann man also zum Alben sagen? Ist es gut? Ja. Überragend? Nein. Es ist irgendwie zu sanft, zu melodisch. Es fehlen irgendwie die schnellen Song und die Atmosphäre, die das Debüt so besonders gemacht haben. Es gibt zu viele Mid-Tempo Songs und Semi-Balladen. Wenn es aber flotte Songs gibt, dann sind diese auch gut und über den 10-Minuten-Epos „Black in the Burn“ muss ich ja kein Wort mehr verlieren. Das Album hat seine Momente, kommt aber an das geniale Debüt nicht heran.

 


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