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Manowar - Thunder in the Sky (EP)

MANOWAR - Thunder In The Sky

Stil: True Metal
Label: Magic Circle
Songanzahl: 6 + 21 Songs
Webseite:

http://www.manowar.com/

Wertung: 12/15
Reviewer: Steelbound



 

Viel wird über Manowar geredet, gelästert, gespottet. In der Metalszene gehörte es zum Trendsport, Manowar niederzumachen. Die meisten Lästerer handelten aber eher nach dem Spruch 'Grosse Klappe, Nix dahinter'. Viele sind einfach auf den Zug aufgesprungen und haben mitgemacht. Wahrscheinlich hatte nicht mal ein Zehntel dieser Leute einen Grund dafür.

Doch jetzt melden sich Manowar mit einer neuen EP, die allen Kritiker, allen Trendidioten einen Tritt verpasst.

Regierte auf 'Gods of War' noch das Orchestrale, wird das hier von harten Gitarren abgelöst. Kein Keyboard, kein Zwischengelaber oder -gedudel, nein, einfach nur puren Heavy Metal.

 

Das Album startet mit 'Thunder in the Sky', einem schnellen Gitarrenstück. Es gibt kein Intro, einfach nur Gitarren, die im Stakkato auf den Hörer einriffen. Auch im weiteren Verlauf machen Manowar keine Gefangenen, der Song ist schön heavy und genau das, worauf man bei Manowar so lange gewartet hat: Ein Heavy Metal-Song.

 

Und er tut es wieder: Ein Scream, wie er nur von Eric Adams, dem Gott des Schreiens, kommen kann, leitet 'Let the Gods Decide' ein. Auch hier herrschen wieder fette Gitarren und Riffs, Riffs, Riffs. Die einzige 'Ungewöhnlichkeit' ist die, dass Erics Stimme in der Strophe leicht verzerrt wurde, was aber keineswegs modern, sondern sehr passend rüberkommt. Auch der Refrain ist ein Kracher, wie ihn Manowar schon lange nicht mehr hatten.

 

Das Kernstück des Albums ist die kitschige Ballade 'Father'. Es gibt viele 'kitschige' Bands, bei denen es aber passt (ich maße mir hier z.B. Mal die alten Alben von Freedom Call an). Das Stück ist keineswegs schlecht, aber bei dem Text denkt man eher an den ZDF-Fernsehgarten, als an harte True Metaller. Ein bisschen Sentimentalität oder auch Romantik ist ja nicht zu verachten, aber in so einem Umfang kann ich so etwas nicht gutheißen. Wer den Text kennt, weiß, was ich meine, für alle anderen: Klick mich.

 

Bereits von der auf dem MCF 2008 verteilten Single 'Die with Honor' kennt man den gleichnamigen Song. Diejenigen, die nicht da waren, können das Hören auf der EP nun nachholen. 'Die with Honor' ist einfach DER True Metal-Song. So kann man das nicht anders beschreiben. Ein Takt, der einem Marschrhythmus gleichkommt und der Text...Huii...'Fight with Blood, Fight with Steel, Die with Honor, never yield...' Und das war nicht einmal alles, der ganze Text ist so.

Und ich mag es. Wirklich. Wer kein Manowar oder True Metal-Fan ist, wird sich entweder totlachen oder Manowar beleidigen (hm...), aber als True Metal-Fan hat man einfach eine Affinität für so etwas.

 

Ebenfalls bekannt ist 'The Crown and the Ring'. Jetzt allerdings: In der Metal-Version. Keine Angst, jetzt spielen KEINE Gitarren die Keyboard-Melodie, es wird nicht rumgeschrien (außer bei 'ODIN!). Es ist nur ein Remake des Klassikers, der auf jedem Manowar-Konzert gespielt wird. Das allerdings in sehr guter Qualität und NOCH epischer als auf 'Kings of Metal'.

 

Als Abschluss von CD 1 kommt nochmal ein Kracher, wenn nicht DER Kracher der EP.

'God or Man' nennt sich das Stück, das doch eher von Odin als von Manowar geschrieben wurde. Gitarren, Doublebass und ein zum Niederknien singender Gott, äähhh, Eric Adams. Großartig!

 

Auf CD 2 befindet sich absolut nichts Nennenswertes, nur 'Father' in 15 verschiedenen Sprachen, darunter Deutsch, Französisch und Italienisch. Das Stück ist sowieso überflüssig, aber in 15 verschiedenen Sprachen??? Allerdings muss ich zugeben, dass Eric im Deutschen sehr gut singt und man auch, ohne den Text zur Hand zu nehmen, jedes Wort versteht.

 

Ebenfalls erwähnenswert ist das dicke Booklet, welches mit 52 Seiten noch so gerade eben in die Pappklappe passt. Im Booklet gibt es zu jedem Song eine eigene Geschichte, von Wolfgang Hohlbein geschrieben, in Deutsch und Englisch. Inhaltlich dreht sich da alles um Wikingergeschichten. Dies soll wahrscheinlich so etwas wie ein Vorgeschmack auf das Album 'Hammer of the Gods', wie die 'Asgard Saga', die Zusammenarbeit Manowars mit Wolfgang Hohlbein sein.

 

Im Fazit betrachtet würde ich sagen, dass Manowar mit einer Macht zurück sind, die wahrscheinlich keiner von ihnen noch erwartet hätte. Allerdings ist CD 2 so überflüssig wie ein Toast, das hätte wirklich nicht sein müssen.

 


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Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Steelbound, 02.09.2011 14:35:37:
Ich mag übrigens Toast.



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