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Dark Moor - Autumnal

DARK MOOR - Autumnal

Stil: Power Metal
Label: Scarlet Records
Songanzahl: 11 Songs
Webseite:

http://www.dark-moor.com/

Wertung: 11/15
Reviewer: Sonata



 


Dark Moor sind eine Power Metal-Truppe aus dem schönen Spanien und sie existieren bereits seit 1993. Nun möchte ich mich ihrer aktuellen Platte Autumnal annehmen, die im Februar 2009 erschienen ist. Ich bin der Meinung, dass das Album wie Tarot ein Konzept darstellt, hinter das ich allerdings nicht komme. Es gibt auch nirgendwo wirklich Informationen darüber, aber rein musikalisch klingt es schon wie ein Konzept. 


Als der Opener „Swan Lake“ einsetzt fragt man sich sofort „Hey, die Melodie kenne ich doch“ und ich gehe davon aus, dass diese Melodie einige Leute kennen. Wie der Titel schon sagt, wird hier die Melodie aus dem Stück „Schwanensee“ benutzt und in epischer Power Metal Manier super inszeniert. Gefällt mir richtig gut, wie Dark Moor den Song mithilfe dieser genialen Melodie umgesetzt haben. Die Strophen hat die Band selbst komponiert, aber im Refrain wird dann die wundervolle Melodie des Stücks „Schwanensee“ eingesetzt und vom charismatischen Gesang des Vocalists Alfred Romero perfekt wiedergegeben. Der Song klingt wie aus einem Märchen entsprungen und wirkt meiner Meinung nach auch nicht überladen. Der Metalanteil ist noch deutlich zu erkennen und das war der Band auch scheinbar wichtig. Am Ende wird der Refrain noch mal eine Tonlage höher gesungen, was wie ein warmer Regenschauer auf einen niederprasselt. Mit 8 Minuten weist der Song auch eine sehr ordentliche Spielzeit auf, die hier aber auch gleichbedeutend mit der Qualität ist!


Auch bei „On the hill of dreams“ wird einem die Melodie sofort bekannt vorkommen. Richtig, sie stammt teilweise aus Phantom der Oper. Diesmal klingt allerdings nur die Hälfte der Melodie 1:1 genauso, dann geht sie in eine andere Richtung. Der Song ist sehr langsam und romantisch gehalten und baut auch nicht so viel Druck auf, wie der Opener. Da „Swan Lake“ einen so enorm guten Eindruck hinterlassen hat, kommt einem der 2. Track eher so dahinplätschernd vor. Zwar ist auch „On the hill of dreams“ ein recht ordentlicher Song, doch weiß er eben lange nicht so zu überzeugen, wie das vorige 8-Minuten Spektakel. Der Song variiert auch nicht wirklich und bewegt sich die ganze Zeit im selben Tempo. Auch der Refrain sticht jetzt nicht wirklich besonders positiv hervor. Beim ganzen Song verspürt man nur dieses „Joa der Song ist ok, kann man hören“, mehr aber eben auch nicht.


Mit „Phantom Queen“ wird das Tempo zum ersten Mal deutlich angehoben, was nach 2 eher im Midtempo angesiedelten Tracks auch mal nötig war. Die Melodie, die den Song einleitet ist sehr episch und mitreißend. Ein wahrer Power Metaller springt wahrscheinlich direkt im Dreieck herum und weiß nicht wohin mit seiner Energie. Bei den Strophen wird es wieder etwas ruhiger, aber auch nur deshalb, um dann im Refrain die volle Stärke dieses Songs auszuspielen. Mit Chor untersetzt wird die Melodie vom Anfang gesanglich umgesetzt und man will als Freund dieser Musik gar nicht aufhören zu jubeln. Im Mittelteil bekommt man ein kurzes knackiges Solo zu hören und wird am Ende noch mal mit dem genialen Refrain belohnt. Bislang definitiv der stärkste Track auf Autumnal und das fiel sicher nicht leicht im Vergleich zum Opener.


An end so cold“ ist dann wieder ganz klar im Midtempo angesiedelt. Es kommt eine gewisse Dramatik auf, wenn der Refrain einsetzt und dieser weiß auch Gänsehautfeeling aufkommen zu lassen, zumindest erging es mir so. Die Strophen gestalten sich ähnlich wie bei „On the hill of dreams“ sehr ruhig und melancholisch, was ich hier allerdings besser gelungen finde, als beim eben genannten Song. Beim Mittelteil setzt man ordentlich auf dicke Orchestration, was auch durchaus zu gefallen weiß. Anschließend folgt natürlich auch noch mal der Refrain, der allerdings 2 mal hintereinander kommt und eben beim 2. Mal eine Tonlage höher gesungen wird, was wirklich ein kleines Schmankerl ist, da der Refrain sehr emotional ist und eine sehr stimmige Melodie bietet. Auch bei diesem Song bin ich wunschlos glücklich.


Bei „Faustus“ wird wie bei „Phantom Queen“ wieder deutlich das Tempo angehoben und der Song startet quasi sofort mit dem Refrain, sodass man direkt weiß, woran man bei diesem Song ist. Auch die Strophen bewegen sich im Uptempobereich und folglich ertönt der schon bekannte Refrain, der natürlich etwas schneller als zu Beginn umgesetzt wurde. Interessant finde ich, dass man sich die Mühe gemacht hat, den Anfang der 2. Strophe etwas anders zu gestalten, als die 1. Strophe. Gerade solche kleinen Details finde ich persönlich immer sehr schön. Der Mittelteil besteht aus einem tollen Gitarren-Keyboard Duell, welches den Hörer ordentlich fesseln soll. Ansonsten weist „Faustus“ keine weiteren Besonderheiten auf, sondern präsentiert sich einfach nur als eingängiger starker Power Metal Song.


Auch „Don’t look back“ ist wieder im Uptempobereich angesiedelt und beginnt mit mittelalterlichen Klängen. Die Strophen sind für Dark Moor Verhältnisse recht „aggressiv“ gesungen und den Refrain mögen manche vielleicht auf den ersten Blick gar nicht erkennen, da er nicht so prägnant ist, wie die vorangegangenen. Mir allerdings fiel er sofort auf und zwar sehr positiv, weil er eben anders ist. Nach dem Refrain ertönt dann noch jedes Mal ein schönes „Ohohohoooo!“ Gedudel, wobei Gedudel nicht negativ gemeint ist. Vor allem das Solo gefällt mir in diesem Song SEHR gut und es blieb nach dem ersten Durchlauf sogar hängen, was schon was heißen will. Mehr gibt es bei diesem Song nicht hinzuzufügen.


When the sun is gone“ ist auch wieder ein schneller Song und so kommt man hier in Sachen Uptemposongs eigentlich auch nicht zu kurz. In meinen Augen ist dieser Song auch der eingängigste auf dem ganzen Album, da hier nichts Besonderes hervorsticht, wie es bereits bei den anderen Songs der Fall war. Der Refrain ist sehr eingängig, stellt aber nicht wirklich was Einzigartiges dar. Man kann sich den Song schon sehr gut anhören und wird auch nicht gelangweilt, trotzdem fehlt ihm das gewisse Etwas, um es mal so auszudrücken.


Nun kommt mit „For her“ der epischste Track des Albums, was er mit dem Anfang auch gleich mal unter Beweis stellt. Die Orchestration für das Intro ist wahnsinnig episch gehalten und man fühlt sich ins Mittelalter zurückversetzt. Auch die Strophen sind sehr druckvoll und immer mal wieder sticht das wunderbare Orchester hervor. Die Bridge ist sehr happy gehalten, wo der Refrain allerdings noch mal einen drauf setzt! Ich könnte mir gut vorstellen diesen Song zu hören, wenn ich mal schlecht drauf bin und möglichst schnell wieder gute Laune haben möchte. Hier fällt übrigens auch auf, dass die 2. Strophe komplett anders gestaltet ist, als die erste. Das Solo zieht sich zwar etwas, macht aber an jeder einzelnen Stelle richtig Spaß und am Ende möchte man dann einfach nur noch den dicken epischen Refrain mitsingen und versinkt im Song.


The enchanted Forest“ hält sich dann nach längerer Pause mal wieder im Midtempobereich auf und stellt in meinen Augen auch ganz klar den schwächsten Song des Albums dar. Ich finde ihn total belanglos und ziemlich langweilig…Er zieht sich einfach und plätschert nur so dahin. Mir fällt rein gar nichts Positives auf und dieses Gefühl hält sich auch den ganzen Song über. Der Titel verbreitet ein gewisses Depri-Feeling und auch das ist ein Grund dafür, weshalb der Song nicht zu gefallen weiß…

The Sphinx“ ist der letzte richtige Song auf dem Album und hierbei handelt es sich mal wieder um einen Uptempo Song. Er gestaltet sich sehr düster, aber auch hier fehlt das gewisse Etwas. Zwar ist der Song deutlich besser, als sein Vorgänger, aber trotzdem komme ich auch hier nicht wirklich ins schwelgen. Ein bisschen schade, dass das Album durch die letzten beiden Songs ein wenig zerstört wird, da der Gesamteindruck vorher viel besser war. Der Song ist schon recht ok, aber der Refrain ist jetzt nicht wirklich der Hammer schlechthin, geschweige denn kann er mit den besten Songs des Albums auch nur ansatzweise mithalten.

Und zum Abschluss kommt ganz überraschend ein feines Outro namens „Fallen leaves Waltz“. Hierbei handelt es sich um eine SEHR gelungene Orchestrierung, die wirklich einen perfekten Abschluss für das Album darstellt, welches ja ohnehin viel vom Orchester lebt. Das Outro nimmt nach ruhigeren Tönen auch richtig Fahrt auf und wird sehr episch, ehe es wieder zu seinen Anfangswurzeln zurückkehrt und sich dem Ende nähert.


Fazit: Mit „Autumnal“ übertreffen Dark Moor den Vorgänger „Tarot“ zwar bei weitem, doch wird hier der Gesamteindruck durch 2-3 Songs leider ein wenig zerstört, wodurch es einen klaren Punkteabzug gibt. Mit einer etwas anderen Setlist hätte man das vielleicht etwas besser vertuschen können, doch so fällt es einem eher negativ auf. Dennoch soll das jetzt nicht heißen, dass „Autumnal“ eine schwache Platte ist, denn das ist es bei weitem nicht. Songs wie der Opener, „Phantom Queen“ oder „For her“ reißen total mit und stellen die Sonnenseite für dieses Album dar. Wer auf episch orchestrierten Metal steht, der sich wie ein Märchenland offenbart und kein Problem damit hat, dass es 2-3 Füller gibt, der sollte unbedingt mal reinhören!

 


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Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Anold, 25.03.2012 06:15:11:
Rolf sagt:Hi Sabine, sehr spannend ist Dein Reiseblog. Ich tippe mal, dass Du viele rfcstige ductsehe Rentner in der Reisegruppe hast aber die sind eben gerne auf Achse. Indien ohne Reisegruppe we4re vielleicht doch zu abenteuerlich aber bin kein Indienexperte Viele Gruesse und viel Spass und schf6ne Erlebnisse wfcnsche ich Dir nochRolf



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