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Bathory - Blood on Ice

BATHORY - Blood on Ice

Stil: Viking Metal
Label: Black Mark
Songanzahl: 11 Songs
Webseite: www.myspace.com/bathoryofficial
Wertung: 15/15
Reviewer: Rip



 

“Twilight of the Gods” im Jahre 1991 sollte Bathorys letztes Album sein. Doch Quorthon meldete sich 3 Jahre danach mit “Requiem” zurück, einem sehr thrashigen Album und 1995 mit “Octagon”, welches ebenfalls eher als Thrash- Metal zu bezeichnen ist. Beide Alben erhielten schlechte Kritiken. Doch bei einem seiner seltenen Interviews offenbarte er, dass er bereits 1989 Material aufnahm, dass unvollständig sei und den beiden Viking- Alben ähnelte. Auf Bitten der Fans, denen er bekanntlich sehr nahe stand, komponierte er die Songs fertig und nahm sie neu auf. Und 1996 war es soweit: “Blood on Ice” wurde veröffentlicht.

Das Intro beginnt mit mystischem Trommeln. Dann hört man eine Krähe. Man hört Hufgetrappel, welches immer lauter wird. Dann verzweifeltes Schreien von Menschen.
Dies ist der Anfang des ca. 50minütigen Konzeptalbums.

Das Booklet liefert die Erklärung dazu, denn nach jedem Songtext erzählen ein paar Sätze den Übergang zwischen den einzelnen Songs.

Mit dem Titelsong “Blood on Ice” wird quasi ebenfalls das Intro erklärt.

Es geht um einen Jungen, dessen Dorf von Reitern mit dem Banner eines 2-köpfigen Biestes überfallen werden, alle Männer erschlagen und Frauen und Kinder verschleppt werden. Er überlebt als einziger und zieht sich in den Wald zurück, um Stärke zu erlangen und sich eines Tages rächen zu können.
Der Song selbst ist ziemlich düster und enthält wieder diese Mystik durch die Choräle, die bei Bathory so einzigartig sind.

Es folgt der akustische Song “Man of Iron”, der aufzeigt, wie wunderbar Quorthons Stimme zu so etwas passt und ein sehr tolles Stück ist.
Der Junge aus der Geschichte wuchs zum Mann heran, zum “Man of Iron”, welcher die Zeichen der Natur zu verstehen gelernt hat.

Nun kommt “One eyed old Man”. Und wir kennen doch alle den einäugigen, alten Mann aus dem Norden: Odin. Auch wenn er nicht namentlich erwähnt wird. Dieser prophezeit dem Protagonisten, dass er ein mächtiger Krieger wird, von den Göttern auserwählt um in den Schatten der Welt zu kämpfen. Ein hunderttägiges Training beginnt.
Der Stil des Songs wird durch den prägnanten Gitarrenpart dominiert, dessen Riffs eindeutig ziemlich nach Old- School- Rock und etwas nach Blues klingen. Und genau diese Spielart zieht sich durch die restlichen Songs hindurch, welche das Album einzigartig machen.

“The Sword” erzählt davon, wie er ein Schwert findet, geschmiedet in Feuer und Eis. Vielleicht ist es eine Anspielung auf “Tyrfing” aus der nordischen Mythologie.
Danach begeht sich, wie im Booklet beschrieben, der Hauptcharakter mit dem “One eyed old Man” auf einen Hügel, auf dem der alte Mann jemanden ruft; nämlich “The Stallion”.
Dieses achtbeinige Pferd ist Odins berühmte Stute Sleipnir.

Der Song hat einen sehr gelungenen Gitarren-Riff und ein sehr gutes Solo und ist einer der Besten Songs auf dem Album.

Als nächstes ist der Song “The Woodwoman”. Was den Song richtig gut macht ist die im Hintergrund mitspielende Akustik- Gitarre.
Es geht darum, dass der Held der Geschichte sein Herz einer alten Frau gibt, die ihn dafür Unverwundbarkeit ermöglicht.

“The Lake” ist eines der schönsten Stücke auf dem Album und vom Klang her eines der mystischsten. Der Refrain ist einfach wunderbar zum anhören, denn Quorthons klare Stimme zeigt wieder, wie gut sie zu einem ruhigen Song passt.
Inhaltlich macht sich der Protagonist auf zu einem See, wovon ihn der alte Mann erzählt hat, dass er damals sein Auge hineingeworfen hat und dafür Weisheit erlangte. Die Hauptperson soll nun beide Augen opfern, denn falls er vor das 2-köpfige Biest schreitet, würde er bei seinem Anblick vor Schreck erstarren.



“But with my two eyes in the depths my vision is supreme

I see all things that can't be seen

but not my hand that is held out in front of me.

The face that makes me freeze

I now need not see at all.

I'll feel the presence of the Beast.

but will not need stare him down no more.“

 

Nun kommt der Song “Gods of Thunder of Wind and of Rain”, der ein wirklicher Kracher ist, ganz nach dem Stil auf “Hammerheart”. Er bringt perfekt die Stimmung zur Geltung, die der Protagonist bei seinem Aufbruch in die fernen Lande, wo “die Schatten stark sind”, haben muss.

“The Ravens” ist ein ruhiges Akustik-Stück, das über Odins Raben Hugin and Munin ist, welche den Hauptcharakter begleiten und nun vorausschauen in das Land, wo sich das Schicksaal unseres Helden entscheiden wird.

Jetzt kommt der letzte Song “The Revenge of the Blood on Ice”. Vom Stil her ist er fast genau wie der erste Song aufgebaut, doch wesentlich länger und dadurch dazwischen auch etwas verspielter. Der Held tritt nun endgültig dem 2köpfigen Biest entgegen, besiegt es und befreit die damals gefangenen Frauen und Kinder.

“Blood on Ice” ist ein einmaliges Kultalbum, dass zu den besten seines Genres zählt und unantastbar bleibt. Quorthon hat wieder einmal großartiges geleistet und den alten Stil mit neuen Elementen versetzt, die sich perfekt in das Ganze einfügen.
Zu erwähnen ist dann noch neben der schönen Story das grandiose Albumcover von Kristian Wåhlin, welches jeden Song dieser Saga bildlich darstellt.

 


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Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Brian, 23.03.2012 04:42:48:
Meinungsfreiheit und Pressefreiheit ist vollkommen etgilim, aber dass muss dann auch ffcr beide Seite gelten die Facebook-Seite Christiane Tauzher eine Schande ffcr den Journalismus wurde von FACEBOOK gelf6scht!!!!Also entweder oder aber den einen das Maul verbieten geht nicht und der andere darf ungeniert le4stern das geht nicht!



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