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Astral Doors - Requiem Of Time

ASTRAL DOORS - Requiem of Time

Stil: Heavy/Power Metal
Label: Metalville
Songanzahl: 14 Songs
Webseite:

http://www.astraldoors.com/

Wertung: 14/15
Reviewer: Uli



 

Für viele Metalheads scheint das ungeschriebene Gesetz zu gelten, dass nicht originelle Musik schlecht ist. Dass das aber nicht so ist, hat uns der Schwede Nils Patrick Johansson schon in der Vergangenheit bewiesen. Er gilt nicht umsonst als das Schwedische Äquivalent zu Ronnie James Dio. Wie sein Vorbild auch, sing er selbst in vielen Bands. Momentan ist er bei Lion's Share, Wuthering Heights, Astral Doors und früher hat er noch bei Richard Andersson's Space Odyssey gesungen. Im Januar wird er mit Astral Doors das fünfte Album veröffentlichen. Ist das Album sein Geld wert? Um wieder den einen M9derator von einer großen, Deutschen Sendeanstalt zu zitieren: „Finden wir's heraus!“

Generell kann man sagen, dass dieses Album aus den besten Songs besteht, die Dio nie geschrieben hat. Was man hier vorgesetzt bekommt, ist Heavy Metal vom feinsten. Sie erfinden damit das Rad nicht zwar neu, aber wer von Astral Doors wirklich Progressive Orgien erwartet, der kennt die Band sowieso nicht richtig und sollte lieber zum neusten Dream Theater Album greifen. Stilistisch ist das Album zwischen dem eher rockigen Debüt „Of The Son And Father“ und dem letzten Album, das im Bereich des Power/Heavy Metals angesiedelte „New Revelation“ angelegt. Die Jungs verstehen ihr Handwerk und hauen hier wirklich einen Hammer nach dem anderen raus. Von schnellen, treibenden Nummern wie „Rainbow Warrior“ und „Greenfield Of Life“ zu Heavy Metal Hymnen wie „Testament Of Rock“ oder „Anthem Of The Dark“ zu beinah schon fast bluesigen Nummern wie „Call Of The Wild“ wird einem hier wirklich viel für sein Geld geboten. Als eintönig kann man das Album nicht bezeichnen.

Als ich im Productsheet gelesen habe dass jeder Song ein potentieller Hit ist, war ich erstmal skeptisch und hielt es für typisches Gesülze des Plattenlabels. Aber nachdem ich mir das Album einmal angehört hatte, musste ich ihnen da zustimmen. Alle Song sprechen sofort an und es gibt kein Filler auf dem Album. Besonders die Refrains sind echte Ohrwürmer. Im selben Productsheet stand, die Band habe 20 Song geschrieben und die besten 14 rausgesucht. Wenn das so Stimmt, dann hat die Band wirklich einen guten Job gemacht. Hätte es diese Band gut 25 Jahre früher gegeben, so würden sie heute zu den Größen des Heavy Metals zählen. Generell muss sich die Band vor niemandem verstecken. Ganz im Gegenteil.

Jeder der 6 Musiker, die an diesem Album beteiligt waren, beherrscht sein Instrument perfekt. Besonders Sänger Nils Patrick Johansson möchte ich hier hervorheben. Er hört sich stellenweise so sehr nach Dio an, das man wirklich mein er sei ein Klon von selbigen (im positiven Sinne). Auch die Gitarrendolos von Martin Haglund und Joachim Nordlund sind erste Sahne. Was die Produktion angeht, hört sich das Album einfach super an. Und wieder muss ich Martin Heglund loben, denn dieser ist nicht nur Gitarrist sondern hat das Album auch abgemischt. Die Gitarren sind heavy, der Bass ist vernehmbar (was heutzutage nicht selbstverständlich ist), der Drum Sound ist gut, die Keyboards treten nicht zu sehr in den Vordergrund und Nils Patrick Johanssons stimme geht nicht unter. Ob es überhaupt möglich ist, so eine Stimme um Sound untergehen zu lassen, dass ist wieder eine andere Frage.

Alles in allem kann man sagen, dass Astral Doors ein sehr gelungenes Album abgeliefert haben, das allen Fans von Ronnie James Dio oder generell Fans von klassischem Heavy Metal und Hard Rock zusagen sollte. Wer „New Revelations“ Part II erwartet hat, der wird vielleicht etwas enttäuscht sein, aber alle Fans der Band sollten es lieben. Astral Doors hängen die Messlatte für Heavy Metal zu beginn des Jahres schon sehr hoch.

 


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